Das ist es, was begluckte Städt' und Wohnungen
Der Menschen stürzt, die überschönen Worte sind's.
Nicht reden muß man, was dem Ohr ergozlich klingt,
Nein, bloß das Edle, das zu Ruhm uns führen mag.
Amme.
Was soll die hohe Rede? Nicht des Wörterprunks,
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Des Manns bedarfst du! Ohne Säumen muß ich spahn,
Und sonder Umschweif, was dich kränkt, enthüll' ich ihm.
Denn wenn in solchem Ungemach dein Leben jezt
Nicht schwebte, wenn du nuchtern und besonnen wårst;
Ich triebe wegen deiner Lust und Liebe dich
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Niemals bis hierher; aber nun gilt's großen Kampf,
Um dich zu retten: dieses ist nicht tadelnswerth.
Phädra.
Nicht öffne mehr die Lippen, arge Schwäzerinn,
Und laß so schnode Reden mich nicht hören mehr!
Amme.
Schndd, aber mehr
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werth, als die schonen, sind sie dir.
Denn eine That ist
besser, die dich retten kann,
Als Namen sind, womit du prangend sterben willst.
Phädra.
Ich bitte dich, (klug sprichst du, doch ein schnides Wort)
Nicht weiter geh, nicht sage, daß ich meinen Geist
Der Liebe rühmlich unterwars; beschonigst du
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Die Schuld, so wird mich todten, was ich fliehen will.
Amme.
War das die Meinung, mußtest du nicht sundigen;
So aber foly' uns: dieses ist mein zweiter Rath.
Ich habe Zaubermittel zur Besanftigung
Der Lieb' im Hause, (dieses fällt mir eben ein,)
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Die sonder Schmach und ohne Raserei die Qual
Dir stillen werden, wenn du nicht feigherzig bist.
Vom vielgeliebten Manne nur bedarf es hier
Ein Wort, ein Zeichen, oder Etwas vom Gewand;
Das nehm' ich, knups' aus zweien Einen Liebesbund.
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Phadra.
Und ist ein Trank das Mittel, sind es Salben wohl?
Amme.
Ich weiß nicht: laß dich retten, Kind, und frage nicht.
Phädra.
Ich sorge nur, du werdest allzuweise mir.
Amme.
Furcht über Alles ångstet dich; was fürchtest du?
Phädra.
Daß du des Theseus Sohne das von mir entdeckst.
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Amme.
Laß dies, o Tochter; Alles führ' ich wohl hinaus.
Nur du, Kythera, meerentsproine Königinn,
Sei mir zur Seite! Was ich sonst zu thun beschloß,
Genüge mir, den Freunden innen kundzuthun.
Strophe 1.
(ab.)
Chor.
Hippolytus. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .