richtet mich auf, o stuzt mir das Haupt,
Freundinnen; gelöst ist den Gliedern das Band.
Ihr, faßt mir die Hand, schönarmige Fraun.
Schwer lastet das Stirnband mir um das Haupt;
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Weg nimm es, und streu' auf die Schultern das Haar!
Am me.
Sei muthig, o Kind, und wirf dich nicht
So verdrießlich umher:
Viel leichter erträgt sich die Krankheit doch
Mit ruhigem Sinn und wackrem Gemuth;
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Noth ist ja der Menschen Verhängniß.
Phadra.
Weh, weh!
Ach, könnt' ich schopfen den lauteren Trank
Der erfrischenden Flut aus lebendem Quell!
Ach, konnt' ich, von Schwarzpappeln umschattet,
Auf blumiger Wiese gelagert ruhn!
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Was redest du da?
Amme.
So dürfen dir nicht vor anderem Volk
Wahnsinnige Reden entfallen, o Kind!
Phädra.
Führt auf das Gebirg mich! Last in den Wald,
Zu den Tannen mich gehn, wo Hunde das Wild
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Mordgierig erspåhn,
Und die fleckigen Hirsch' anfallen im Lauf!
Wie gern, ach! hezt' ich die Doggen heran,
Und am bräunlichen Haupthaar wurf ich vorbei
Den thessalischen Speer und hielt' in der Spand
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Mein spizes Geschoß!
Amme.
Was quålt Sehnsucht nach Solchem dein Herz?
Was kummern, o Kind, Jagdübungen dich?
Was lechzest du doch nach den Wassern des Borns?
Ein Abhang ist an den Zinnen der Burg;
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Da thaut dir ein Quell unversieglichen Trank.
Phädra.
Artemis, die du den salzigen See
Und die Bahnen beschirmst, von Rossen gestampft,
Ach, daß ich mich fånd' auf deinem Gebiet,
und bezähmte mit Macht das henetische Roß!
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Amme.
Wie schwaztest du wieder so sinnlos da?
Nun trieb dich die Sehnsucht auf das Gebirg,
Zu erjagen das Wild, nun sehnest, du dich,
Zu besteigen das Roß auf trockenem Sand.
Ein großer Prophet nur mag es erspåhn,
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Kind, was für ein Gott dir die Sinne beruckt,
In verwirrenden Taumel gerissen.
Phädra.
Hippolytus. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .