Hier naht ja der Unglückselige schon,
An der blüh'nden Gestalt
Und dem bräunlichen Haupt scheuselig entstellt.
Weh, Jammer und Noth! Welch doppeltes Leid
1325
Hat über dem Haus,
Von den Göttern gesandt, sich entladen!
Ach, ach!
Hippolytos.
Ich Armer, ich ward von dem grausamen Fluch,
Mein grausamer Vater, vernichtet von dir!
Nun bin ich verloren: o weh mir, weh!
1330
Wildtobende Qual durchsturmt mir das Haupt,
Und im kranken Gehirn hupst zuckend der Schmerz.
Halt! Ruhe vergönnt dem entkräfteten Leib!
Ach, ach!
Scheuseliges Rossegespann, das einst
Ich selbst aufzog,
1335
Du vernichtetest mich, Tod brachtest du mir!
Bei den Himmlischen, weh! rührt sanft mit der Hand,
Ihr Diener, mir an den verwundeten Leib!
Wer hat sich mir rechts an die Seite gestellt?
Lind' hebt mich empor, nicht ungleich zieht
1340
Mich, den Verworfenen, mich, den Versluchten
Durch des. Vaters Versehn! - Beus, siehest du das?
Der lauter und fromm zu den Göttern sich hielt,
Der Allen an Weisheit strebte voran,
Ich wall' in den Hades sichtbar hinab,
1345
Aus dem Leben entrafft;
Und fruchtlos muht' ich um Frömmigkeit mich,
Und übte sie gegen die Menschen.rodaj
Hippolytus. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .