Warum, o Götter, los ich meine Zunge nicht,
Von euch vernichtet, denen fromm ich huldige?
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Nein, nein; ich überzeugte, den ich sollte, nie,
Und bråche nuzlos meinen euch geschwornen Eid.
Theseus.
Dein heilig ernstes Wesen, ach, es tödtet mich!
Du zögerst, ráumst nicht unverweilt der Våter Land?
Hippolytos.
Wo soll ich hinsliehn? Welches Freundes gastlich Haus
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Betret' ich Armer, wegen solcher Schuld verbannt ?
Theseus.
Dorthin entweiche, wo man Frauenschänder hegt,
Wo Schandgenossen freudig aufgenommen sind!".
Weh!
Hyppolytos.
Das bohrt in's Herz ein, nahe stehn die Thränen mir,
Daß bos ich scheine, daß du mich für böse håltst!
1060
Das Seufzen und Bedenken stand damals dir an,
Als du des Vaters Gattinn frech zu hohnen kamst.
Hippolytos.
Daß du, o Wohnung, einen Laut mir sendetest,
Und zeugen könntest, ob ich also mich verging!
Theseus.
Du fliehst zu stummen Zeugen? Auch nicht redend, klagt
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Die That dich augenscheinlich als Verbrecher an.
Hippolytos.
O könnt ich selbst mir gegenüberstehn und schaun)
Welch bittre Zähren mir entlockt mein tribes Loos!
Theseus.
Dich selbst zu ehren, wärest du viel mehr bemüht,
Als gegen Aeltern fromm zu sein, wie dir's geziemt.
1070
Hippolytos.
Djammervolle Mutter! Bittrer Schmerzen Kind!
Daß nie ein Bastard unter meinen Freunden sei!
Theseus.
Schleppt Ihr hinweg ihn, Sklaven! Habt ihr nicht gehört,
Daß ich vorlängst ihn nach der Fremde wandern hieß?
Hippolytos.
Nur heulend legt von diesen Einer Hand an mich:
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Du treibe selbst mich aus dem Land, gelüstet dich's.
Theseus.
Das werd' ich, wenn du meinen Worten nicht gehorchst;
Denn kein Erbarmen fühlt mein Herz bei deiner Flucht.
Hippolytos.
So scheint es fest beschlossen? Ich Unseliger!
Das weiß ich, aber auszusprechen weiß ich's nicht.
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Tochter Leto's, liebste mir der Göttinnen,
Hausfreundinn, Waidgenossinn, also muß ich fliehn
Athen, das hohe! Lebet mir denn wohl, o Stadt
Und Land Erechtheus'! Erde du Trdzenia's,
Wie viele Wonnen bietest du den Junglingen!
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Leb' wohl! Ich sehe, grüße dich zum leztenmal.
Ihr, meiner Heimat traute Spielgenossen, kommt,
Gönnt euer Wort mir, und geleitet mich hinaus:
Ihr werdet niemals einen tugendhaftern Mann,
Als mich, erblicken, glaubt es auch mein Vater nicht.
1090
Strophe 1.
(ab.)
Chor.
Hippolytus. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .