Euripides Heracleidae 427

Edward P. Coleridge (Translator)

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Heracleidae. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Heracleidae (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἡρακλεῖδαι Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 427 focus
Translations (2)
The Heraclidae (OCR draft) Experimental (The Heraclidae. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 427 focus
Kinder, Schiffern gleichen wir, die, wann sie kaum
Des Sturmes wildemporter Wuth entronnen sind,
Dem Lande nahe treiben; doch vom User stößt
425
Sie Windestosen wiederum in's Meer zurück.
So müssen wir auch wiederum von hinnen fliehn,
Die schon am Ufer waren als Gerettete.
Warum, o Hoffnung, schmeichelst du mir erst und willst
Nicht deine Gunst vollenden, Unglückselige?
430
Verzeihen muß man's Diesem wohl, wenn seinem Volk
Er nicht die Töchter morden will: auch eurer Stadt
Wohlwollen lob' ich; ordnen mir ein solches Loos
Die Götter, traun, ist euer Dank euch nicht dahin.
Für euch, o Kinder, weiß ich nur nicht Hülfe mehr.
435
Wohin uns wenden? Welcher Gott ward nicht bekränzt? 1
Zu welcher Ståtte flohen wir auf Erden nicht?
Wir, Kinder, werden untergehn; uns stoßt man aus. 2
Zwar mich bekummert's nimmer, wenn ich sterben muß,
Falls etwa meine Feinde nicht mein Tod erfreut.
440
Nur euch bewein' ich, Kinder, euch bejammer' ich,
Des Vaters greise Mutter, wie beklag' ich sie!
Alkmena, weh dir, daß du lebst die lange Zeit!
Und wehe mir auch, der so viel fruchtlos gekämpft!
So mußten wir denn, mußten, ach! in Feindes Hand
445
Schmachvoll verstrickt, in Schande klåglich endigen !
Doch thue mir noch Eines: denn nicht völlig schwand
Mein Hoffen, Rettung könne noch für diese blühn.
Mich übergib an Argos statt der Kinder, Herr,
Und stürze dich in keinen Kampf, ich rette sie:
450
Mein Leben lieben darf ich nicht; es fahre hin!
Auch trachtet Argos' König wohl vor Allen mich,
Herakles' treuen Waffenknecht, der Schmach zu weihn;
Denn thöricht ist er. Lieber wünscht ein Weiser sich
Feindschaft mit Weisen, als mit thöricht rohem Sinn;
455
Denn auch das Ungluck achtet er voll edler Scheu. 3

Notes on the current edition

Heracleidae

1. Usener, followed by Nauck, regards lines 456 to 460 as spurious.
2. Reading with Tyrrwhitt κἀτυχής for καὶ δίκης, which in the Aldine became καὶ τύχης and suggested the emendation.
3. But Iolaus has praised, not blamed Athens. And so Hartung proposes to read ἐπαινέσης, Usener τήνδε ταῦτ’ ἄιτει.
4. Reading κέρδος. Nauck has ψευδές.