Heil euch, o Kinder! Sagt, wohin Jolaos sich
Und eure Ahnfrau wegbegab vom Opferherd.
Jolaos.
Da bin ich, frommt dir etwas meine Gegenwart.
Der Diener.
Was liegst du hier am Boden, Gram im dustern Blick?
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Jolaos.
Mich traf ein häuslich Leiden, das mich angstigte.
Der Diener.
Erhebe dich jezt wieder, richt' empor das Haupt.
Jolaos.
Ich bin ein Greis, und meiner Glieder Kraft entschwand.
Der Diener.
Doch komm' ich große Freude dir verkundigend.
Jolaos.
Wer bist du? Früher traf ich dich, wo war es doch?
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Der Diener.
Ich bin des Hyllos Diener: nicht mehr kennst du mich?
Jolaos.
So kommst du, Lieber, aus der Noth ein Retter uns?
Der Diener.
Gewiß; und glucklich bist du ja schon jezt, o Greis.
1
(ruft)
Jolaos.
Des edlen Sohnes Mutter, hör', Alkmene, mich:
O komm heraus doch und vernimm dies Freudenwort.
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Schon lang dich hårmend, ob Herakles' Kinder auch
Heimkehren würden, hast du dich in Schmerz verzehrt.
(tritt aus dem Tempel.)
Alkmene.
Weßhalb erfüllst du mit Geschrei dies ganze Haus,
2
Jolaos? Uebt von neuem hier ein argischer
Herold Gewaltthat gegen dich? Unmachtig wohl
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Ist meine Kraft; doch dieses sollst du wissen, Freund:
Niemals, so lang ich lebe, führst du diese fort,
Nie, oder will ich fürder nicht geachtet sein
Des. Helden Mutter! Wenn du Hand an diese legst:
Mit zweien Alten sollst du schlecht den Kampf bestehn.
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Jolaos.
Getrost, o Greisin; zittre nicht! Kein argischer
Herold erschien mit feindlichbosen Worten hier.
Alkmene.
Wozu der Ruf denn, welcher Furcht verkundete?
Jolaos.
Dir galt er, daß du nahe kåmst vor's Heiligthum.
Alkmene.
Ich wußte das nicht; aber wer ist dieser Mann?
3
650
Jolaos.
Es komme deines Sohnes Sohn, verkundet er.
Alkmene.
Heracleidae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .