Euripides Medea 292

Edward P. Coleridge (Translator)

View: By Scene

Medea. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Medea (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Μήδεια Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 292 focus
Translations (2)
Medea (OCR draft) Experimental (Medea. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

No corresponding passage available

German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 292 focus
Nicht heut zuerst, o Kreon, dfters hat mich schon
295
Berückt die Meinung und gebracht in große Noth.
Nie streb' ein Vater, dem Verstand im Busen wohnt,
Zu hoher Weisheit aufzuziehn der Kinder Geist;
Denn außer daß ein Weiser, weil er Muse liebt,
Tråg wird gescholten, trifft ihn auch der Bürger Haß.
300
Und wenn du Kluges vorgebracht, was neu erscheint,
Die Thoren nennen albern und nicht weise dich:
Doch giltst du mehr als Andre, die sich Tüchtiges
Zu wissen dünken, folgt der Neid des Volkes dir.
Ich selber trage meinen Theil an diesem Loos.
305
Denn weil ich klug bin, feinden mich die Einen an,
Den Andern bin ich lästig und nur wenig klug. 1
So fürchtest du denn auch von mir ein Ungeschick.
Uns fürchte nicht, o Kreon, ich bin also nicht
Geartet, daß ich gegen Herrscher sündigte.
310
Was thatest du mir Bises? Du vermähltest ihm,
Zu dem's dich zog, die Tochter: meinen Gatten, ja!
Ihn hass ich; doch du, mein' ich, hast hier klug gethan,
Und keinen Neid empfind' ich, wenn dir's wohlergeht.
Vermåhlet euch, lebt glucklich; doch mich lasset hier
315
Im Lande wohnen: wenn mir auch Unrecht geschah,
Ich werde schweigen, unterthan dem Stärkeren.

Notes on the current edition

Medea

1. This line is inclosed by most editors in brackets as an interpolation from 808 below, where it is in place.