Ich leidendes, unglückseliges Weib!
daß ich endigte! Weh mir, weh!
Die Amme.
Das ist's, wie ich sagte; der Mutter erregt
Es, o Kinder, das Herz, es erregt ihr den Groll.
Geht eilig in's Haus, ihr Lieben, hinein,
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Und naht euch unter das Aug' ihr nicht,
Ja nahet ihr nicht, nein, haltet euch fern
Von der grausamen Art, von der wilden Natur
Des vermessenen Sinns!
Geht, eilet hinein, so schleunig ihr könnt!
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Wohl seh' ich es klar: das Gewolke des Grams,
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Das kaum sich erhob, bald stürmt es empor
2
Mit größerer Wuth. Was wird ein Gemüth,
Das, grimmig erbost, unversühnbar grout,
Von Leiden gefoltert, beginnen?
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Ach, ach, ach, ach!
Medeia (innen).
Ich erlitt, ich erlitt unsägliches Leid,
Der Bejammerung werth! Im Fluch fahr' hin,
Des verstoßenen Weib's unselige Brut,
Und das Haus und der Vater verderbe!
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Die Amme.
Weh, wehe mir Unglückseligen, weh!
Was haben die Sohn' an des Vaters Vergehn
Antheil? Was hassest du sie? Wie schmerzt
Mich das Unheil, das euch, Kinder, bedroht!
Wild blåht sich der Könige Stolz, es versühnt
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Sich schwer ihr Zorn, die, selten beherrscht,
Selbstherrisch walten nach eignem Gesez.
Viel glücklicher lebt sich's in Gleichheit fort:
Mir gönne das Schicksal, wenn auch nicht
Im Glanz, doch sicher zu altern in Ruh.
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Des Genügsamen Nam' hebt siegreich sich
Vor den höchsten empor, und das seligste Loo8
Ist bescheidner Genuß: nichts Gutes verschafft
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In der Menschen Geschlecht unmäßiges Glück;
Nein, großere Noth, wann über dem Haus
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Ein Gott zürnt, bringt es dem Hause.
4
Chor (eilt herbei).
Medea. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .