Dies lob' ich, Weib, und daß du grolltest, tadl' ich nicht.
Denn billig zürnt dem Gatten wohl der Fraun Geschlecht,
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Der heimlich einer Andern sich in Lieb' ergab.
Nun hat dein Herz sich umgewandt zum Besseren,
Und endlich einmal hast du dir den würdigern
Entschluß erkoren: also thut ein kluges Weib.
Doch eures Wohls, o Sdhne, war der Vater schon
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Durch Götterhuld voll zarter Sorgfalt eingedenk;
Denn ihr, ich hoff' es, werdet im Korintherland
Mit euren Brüdern noch dereinst die Ersten sein.
• So wachset frohlich: alles Andre schafft für euch
Der Vater, schaffen Götter, die uns gnädig sind.
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micht' ich glucklich euch an's Ziel der Männlichkeit
Gelangen, einst als unsrer Feinde Sieger sehn! -
(Zu Medeia.)
Was nezt die Thrane wiederum das Auge dir?
Die blasse Wange wendest du von mir zurück,
Und nimmst die Worte, die ich sprach, nicht freudig auf.
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Medeia.
Nichts ist es: ich gedachte nur der Kinder hier.
Jason.
Um diese trag' ich Sorge schon; sei gutes Muths.
Medeia.
Ich bin es, und mistraue deinen Worten nicht:
Schwach sind die Frauen und zu Thränen stets geneigt.
Jason.
Warum beseufzest, Arme, du die Kinder?
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Medeia
Ich
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Gebar sie. Als du wünschtest, daß sie wohlgedeihn;
Da dacht' ich jammernd, ob es auch geschehen wird.
Doch weißt du nun, weshalb ich hierher dich beschied,
Zum Theil, das Andre thu' ich noch zu wissen dir.
Da mir des Landes König fortzuziehn gebeut,
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Und das für mich das Beste, wohl erkenn' ich es,
Damit ich dir nicht oder ihm im Wege sei,
Denn bleibend schien' ich immer eures Hauses Feind:
So scheid' ich als Verbannte zwar aus diesem Reich;
Doch daß die Kinder mög' erziehen deine Hand,
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So bitte Kreon, sie im Land zu lassen hier.
Jason
Medea. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .