Euripides Alcestis 213-275

Edward P. Coleridge (Translator)

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Alcestis. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Alcestis (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἄλκηστις Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 213-279 focus
Translations (2)
Alcestis (OCR draft) Experimental (Alcestis. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 213 focus
Zeus! Welches Ziel unsrer Leiden, wann
Erscheint es, wendet sich das Loos,
Das die Herrscher schwer belastet?
weh, wehe dir! Weh, o Graun, o Graun!
Was mußt du dulden, Pheres' Sohn,
220
Daß die Gattinn dir geraubt wird!
Nie sag' ich, daß die Verehlichung mehr
Lust bring' als Schmerz,
Urtheil' ich nach dem, was früher geschah,
Und betracht' ich des Königes Schicksal hier,
235
Der dieses, des besten Gemahles beraubt,
In der kommenden Zeit
Ein erstorbenes Leben dahinlebt.
Strophe 2.
Helios' Glanz und des Tages Licht,
Eilende Wolken, die hoch in den Lüften kreisen!
240
Dich, Weib, und mich erblickt er, zwei Ungluckliche,
Die Nichts den Göttern thaten, was den Tod verdient.
Gegenstrophe 2.
Erde du, auch des Palastes Dach,
Bräutliches Lager in dem heimischen Lande Iolkos!
Ermanne dich, o Arme, laß mich nicht allein,
245
Und fleh' Olympos' Götter um Erbarmen an!
Strophe 3.
Ich sehe, sehe das doppelrudrige Schiff; der Todten
Fährmann, die Hand am Steuer, ruft mir schon:,,warum
Geschwind, eile! Du säumst noch,
verziehst du?
Und bereit ist Alles zur Fahrt; so eile!"
250
Weh, weh! Du hast von einer bittern Fahrt mir da
Gesprochen. Ungluckvolle, was erdulden wir!
Gegenstrophe 3.
Er führt, er führt mich (o sichst du nicht?) in das Haus der Todten,
Aus düstern Brauen blickt er vor, der schwarzbeschwingte Hades.
Ha, was willst du? D laß mich,
255
Die Bedrängte! Welcherlei Pfade wandl' ich?
Schmerzvoll den Freunden sind sie, doch am meisten mir
Und unsern Kindern, die gemeinsam trifft der Schmerz.
Schlußgesang.
Dlasset, last mich jezo!
Lehnt mich an! Mein Fuß ist schwach.
260
Hades erscheint; Grauen der Nacht
Beschleicht düster mir die Augen.
Kinder, ach! Kinder, nicht
Mehr, nicht mehr ist euere Mutter!
Seht freudig fortan dieses Licht, o Kinder!
265
Weh, weh! Ich vernehme das traurige Wort,
Das bittrer mir ist als jeglicher Tod.
Bei den Himmlischen fleh' ich, verlaß mich nicht,
Bei den Kinderchen, die dein Scheiden verwaist!
Wohlauf, harr' aus!
270
Denn stirbst du, leb' auch ich nicht mehr;
Bei dir ist Leben und Tod für mich;
Dich acht' ich als heilig, o Liebe!