Vaterpalast! Wie tret' ich hinein?
Wie wohn' ich in dir, nachdem das Geschick
Sich gewandt? Viel anders ja ward es mit mir!
Einst trat ich, von Hochzeitliedern umtont,2
900
In das Haus, von pelischen Fackeln umstrahlt,
Und führt' an der Hand mein trautes Gemahl.
Und es folgt' uns nach, lautjubelnd, ein Schwarm,
Der hoch die Gestorbene pries und mich,
Daß wir, von den würdigsten Våtern entstammt,
905
Aus erlauchtem Geschlecht, uns ehlich vereint.
Nun tont kein Brautlied, Klagen erschallt;
Kein weißes, mich hullt ein schwarzes Gewand;
So tret' ich hinein
Zum verlassenen Lager der Ehe.
910
Gegenstrophe 2.
Alcestis. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .