Du, was so düster blickst du drein und sorgenvoll?
Der Diener muß nicht murrisch gegen Fremde sein;
Nein, mit gefällig holdem Sinn empfang' er sie.
Du siehest einen Freund des Herrn erscheinen hier,
Und finster, mit gefurchter Stirn' empfängst du den,
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Und denkst allein der Fremden, die im Hause starb.
Komm her, damit du lernest kunstig weiser sein.
Kennst du das Menschenleben, welcher Art es ist?
Ich glaube nicht; woher auch? Höre denn mich an!
Den Menschen allen ist verhängt des Todes Loos,
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Und ihrer keinem wurde noch geoffenbart,
Ob nur der Tage nächster ihn am Leben trifft.
Denn dunkel ist, wohin des Schicksals Wege gehn,
Und nicht erlernbar, und die Kunst enthüllt es nicht.
Nachdem du dies vernommen und gelernt von mir;
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Erheitre dich und trinke, rechne diesen Tag
Für dein, das Andre für des Schicksals Eigenthum.
Ehr' auch Kythere, die vor allen Göttinnen
Lieb ist den Menschen, weil sie hold und gnädig ist.
Das Andre, laß es fahren, und gehorche dem,
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Was ich geredet, glaubst du, daß ich Wahres sprach;
Ich glaub' es: laß dies allzuviele Gråmen denn,
Tritt über diese Schwelle, Freund, trink' eins mit uns,
Die Stirn bekränzend; und ich weiß, der perlende
Wein, der im Becher sprudelt, wird den finsteren,
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Den jezt so traurig starren Geist umwandeln dir.
Sterblichen geziemt es, sterblich auch gesinnt zu sein;
Denn allen Mürrischernsten und Trübsinnigen
Ist wahrlich, wenn ich sagen soll, wie mir's bedünkt,
Das Leben nicht ein Leben, sondern eine Qual.
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Diener.
Wohl weiß ich dieses; aber kein Geschick betraf
Uns nun, zu welchem laute Lust und Lachen ziemt.
Herakles.
Die Todte war nur eine Fremde; jammre drum
Nicht allzusehr; des Hauses Herren leben noch.
Diener.
Wie, leben diese? Kennst du nicht des Hauses Leid?
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Herakles.
Wenn dein Gebieter mir die Wahrheit nicht verhehlt.
Diener.
Nur allzugastlich, allzusehr ist's unser Herr.
Herakles.
Soll mir's der Fremden halber nicht behaglich sein?
Diener.
Ja freilich, sehr fremd war sie uns, nur allzufremd.
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Herakles.
Hat wohl Admetos einen Unfall mir verhehlt?
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Diener.
Nun lebe wohl! Uns kümmert unsers Herrn Geschick.
Herakles.
Mit solchem Worte klagt man nicht um fremdes Weh.
Diener.
Dann hatt' ich deinen Jubel dir wohl nicht verdacht.
Herakles.
Alcestis. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .