Wen, einen Lyder oder Phryger, den du dir
Um Geld erkauftest, wahnst du so zu schelten, Sohn?
Nicht weißt du, daß ich ein Thessaler bin und frei,
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Sohn eines freien Vaters aus Thessalia?
Bu sehr beschimpfst du, hohnst mit Knabenworten mich;
Doch ungeahndet sollst du mir nicht weiter ziehn.
Ich habe dich als dieses Hauses Herrn erzeugt,
Nach Pflicht erzogen; sterben must' ich nicht für dich.
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Denn weder Ahnensitte, noch Hellenenbrauch
Gebot dem Vater, daß er stürb' an Sohnes Statt.
Dir selber, ob du glucklich, ob unglucklich seist,
Lebst du; von uns empfingst du, was gebührte dir.
Du herrschest über Viele, wirst der Fluren viel
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Noch erben, wie mein Vater sie mir hinterließ.
Wo that ich Unrecht, wo beraubt' ich also dich?
Stirb du für mich nicht, aber ich auch nicht für dich.
Du freuest dich des Lebens; und ich sollt' es nicht?
Das Leben unten, mein' ich, traun! währt lange Zeit;
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Das Erdenleben dauert kurz, ist aber suß.
Du hast ja schamlos vor dem Tode dich gestraubt,
Und lebest über dein beschiednes Loos hinaus,
Die Gattinn tödtend; dennoch rückst du feigen Sinn
Mir vor, du Feigſter, den besiegt ein schwaches Weib,
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Das dir, dem schönen Knaben, sich geopfert hat?
Ein Mittel, nie zu sterben, hast du schlau erdacht,.
Wenn dir die Gattinn jedesmal gewärtig ist,
Für dich zu sterben; und du schmähst die Freunde noch,
Die dieses nicht thun wollen, da du selber zagst?
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Sei still; bedenke, wie du selbst dein Leben liebst,
So lieben All' es; aber schmähst du ferner uns,
So hörst du noch viel Arges und manch wahres Wort.
Chor.
Zu viel des Argen ward zuvor und nun gesagt;
Hor' endlich auf, o Alter, deinen Sohn zu schmähn.
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Admetos.
Alcestis. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .