Euripides Cyclops 82-355

ed. Gilbert Murray

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Cyclops. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1902.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Κύκλωψ (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.)

Translations (2)
The Cyclops Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891.) — 82-355 focus
German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 82 focus
Nun schweigt, o Kinder, und in's felsumgürtete
Geklüft das Vich zu treiben, weist die Diener an.
(zu den Dienern).
Nun, soll ich sagen, wie wir diesem Land entfliehn?
Nun hor', Odysseus; plaudern wir ein wenig noch!
Halt! Sachte! He, was gibt es? Welch ein toller Muth?
Wozu der wilde Jubel? Nicht des Bacchos Lust,
Nicht eh'rne Klappern schalten hier, kein Paukenschlag.
Wie steht's im Stall mit den neugebornen Lämmern? Gehn
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Sie nach den Eutern, laufen sie den Müttern nach,
Frischweg zu saugen? Ist in Binsenkörben schon
Des fetten Kåses Fülle, den ihr ausgepreßt?
Wie? Sprechet, redet! Oder gleich soll dieses Holz
Euch weinen machen! Blicket auf, nicht unterwärts!
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Wahrhaftig? Gehst du nicht geschwind, ein großes Beil
240
Zu schleifen, bringst ein machtig Bündel Holz daher,
Es anzuzünden? Denn ich schlachte sie sogleich,
Und fülle meinen Magen mit dem warmen Fleisch,
Das auf der Kohle bratet, mein Vorleger selbst,
Und schling' hinunter, was mir sonst im Kessel kocht.
245
Das Fleisch des Berggewildes bin ich übersatt,
Genug der Hirsch' und Löwen hab' ich schon verspeist;
Doch ist es langher, daß ich Menschenfleisch genoß.
Ihr lugt; auf diesen Alten bau' ich fester noch,
Als auf Rhadamanthys, und gerechter nenn' ich ihn. 9
Nun will ich Antwort: Freunde, sagt, woher ihr kamt,
Von wannen stammet, welche Stadt euch auferzog.
275
Reichthum, du Menschlein, Reichthum ist der Weisen Gott,
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Das Andre Dunst und eitle Wortgebilde nur.
Die Meeresfesten, die mein Vater aufgebaut,
Die lass ich laufen; was erwähnst du sie mir auch?
Mir ist Kronions Donnerkeil nicht schrecklich, Freund,
Kein stårkrer Gott auch scheint mir Zeus, als ich, zu sein.
320
Das Andre sind mir Possen nur: das sollst du gleich
Vernehmen. Wann er aus den Höhn Plazregen schickt,
Beut diese Felsenhöhle mir ein dichtes Dach.
Ich brat' ein Kalb mir oder auch ein wildes Thier,
Und schmaus es, strecke den Bauch empor, und feucht ihn wohl,
325
Austrinkend einen Eimer Milch, und lärme mit
Zeus' Donnern um die Wette, stampsend auf den Grund.
Gießt dann der Thraker Boreas uns Schnee herab,
So hull' ich warme Pelze mir von Thieren um,
Und mache Feuer, und der Schnee - nichts acht' ich ihn.
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Auch muß das Land mir, woll' es oder woll' es nicht,
Gras wachsen lassen, daß die Heerde fetter wird.
Die schlacht' ich Keinem, außer mir (den Göttern nicht)
Und meinem Bauch hier, aller Götter Könige.
Denn voll sich essen jeden Tag, voll trinken sich,
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Und sich um Nichts abhärmen, das, das ist der Zeus,
Den weise Männer chren. Die mit künstlicher
Geseze Kram der Menschen Leben buntgefärbt,
Die mag der Henker holen! Ich will meinem Sinn,
Ohn' abzulassen, gütlich thun, und schmause dich.
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Und nimm zum Gastgeschenke, daß Niemand mich schilt,
Dies Feuer und meines Vaters Kessel hier, worin
Ich deine zåhen Knochen schon aussieden will.
Nun geht hinein, ihr! Tretet um den heiligen
Altar des Hihlengottes, mir ein leckrer Schmaus! 11
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(Er geht mit den gefangenen Schiffern in die Höhle.)