In demselben Sommer kam auch Demotshenes, Feldherr
der Athener, mit vierzig Schiffen nach Naupaktos, sogleich nach dem
Abzug aus MegariS, denn mit ihm und Hippokrates wurden in
Betreff der Böotischen Verhältnisse Seitens einiger Männer auS den
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Städten Verhandlungen gepflogen, welche die dortige Ordnung ab--'
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ändern und in eine Demokratie, wie die Athener sie hatten, umwan- (
deln wollten, und besonders auf Eingeben des Ptöodoros, eines
Flüchtlings aus Theben, wurden die folgenden Veranstaltungen
eingeleitet 2?*). Das Städtchen Siphä sollte durch Einige übergeben werden.
Siphä liegt aber am Meer auf Thespischem Gebiete im Busen von
Krisa. Chäronea aber, welches, früher das Minyeifche, jetzt
dasBöotische genannt, an Orchomenos Steuern zahlt, sollten Andere aus
Orchomenos übergeben. Die Flüchtlinge der Orchomenier waren
dabei am meisten thätig und mietheten Leute aus dem Peloponnes;
Ehäronea ist die äußerste Stadt Böotiens und stößt an die
Phanotidische Landschaft in Phokis, und es waren auch einige Phokier
Theilnehmer des Planes. Die Athener aber sollten Delion wegnehmen,
welches dem Apollo geweiht ist und auf dem Gebiet von Tanagra,
Euböa zugewendet, liegt. Dieß Alles sollte an einem bestimmten Tage
zu gleicher Zeit geschehen, damit nicht die Böotier vereinigt zur
Abwehr heranziehen könnten, sondern jede Stadt mit sich selbst genug
zu thun hätte. Und wenn der Versuch gelingen sollte und Delion
befestigt wäre, so möchten, hofften sie, wenn auch nicht gleich für den
Augenblick eine Umwälzung in den Böotischen Verfassungen
stattfände, doch die Dinge im Lande leicht eine Veränderung erleiden,
wenn jene Plätze besetzt gehalten und das Land verwüstet würde,
während sich auch Keiner weit von seinem Herde entfernen dürfte,
und so könnten sie mit der Zeit die Sachen dort sich nach Wunsche
einrichten, indem die Athener den Abgefallenen zu Hülfe zögen, und
jene ihre Macht nie an einem Ort bei einander hätten.
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