Da nun die Feldherrn der Athener sahen, daß irgend ein
feindliches Hinderniß eingetreten sei und daß ihre Kraft nicht
ausreichen werde, die Stadt im Sturme zu nehmen, so gingen sie sogleich
daran, Nisäa mit Schanzen einzuschließen, weil sie dachten, wenn sie
den Platz nehmen könnten, bevor ihm noch Zuzug käme, würde sich
auch wohl Megara eher ergeben. Eiserne Werkzeuge und Steinmetzen
und was sonst nöthig war, war aus Athen schnell zur Hand. Nun
begannen sie bei den langen Mauern, die sie erobert hatten, zogen
zwischen beiden gegen Megara hin eine Quermauer und dann von
hier aus nach beiden Seiten hin eine Mauer bis zum Meer bei Nisäa.
Graben und Mauerwerk vertheilte das Heer unter sich, indem sie
Steine und Ziegel aus der Vorstadt nahmen und einzelne Bäume
und Waldgehölz niedershclugen, um, wo es nöthig war, Verhaue
herzustellen. Auch die Häuser der Vorstadt erhielten Brustwehren und
konnten nun selbst als Verschanzungen dienen. Diesen ganzen Tag
über blieben sie an der Arbeit, und als am folgenden Tage gegen
Abend nur noch ein kleines Stück an der Mauer fehlte, geriethen die
in Nisäa in Furcht wegen Mangels an Lebensmitteln — denn sie
erhielten dieselben immer nur für einen Tag aus der oberen Stadt —
und da sie auch glaubten, daß die Peloponnesier ihnen nicht so bald
zu Hülfe kommen würden, und sie auch die Megarer sich feindlich
gesinnt wähnten, so schloßen sie mit den Athenern einen Vergleich. Sie
wollten jetzt ihre Waffen ausliefern, und dann solle sich jeder einzeln
um ein bestimmtes Geldstück loskaufen; über die Lakedämonier aber,
den Anführer nämlich und wer sonst noch mit darin war, sollten die
Athener nach Gutdünken verfügen. Auf diese Bedingungen ergaben
sie sich und zogen dann ab. Nun rissen die Athener die langen Mauern,
da, wo sie an Megara anstießen, nieder, nahmen Nisäa in Besitz und
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trafen weiter ihre Anstalten.