„Ueberleget also wohlbedächtig, wie es die Wichtigkeit der
Dinge erfordert, und laßt euch nicht durch Anderer Meinungen und
Beschwerden verführen, euch selbst eine große Last aufzuhalsen.
Bedenkt auch, wie unberechenbar der Verlauf eines Krieges ist, bevor
ihr euch noch in denselben einlasset. Wenn er sich in die Länge zieht,
so pflegt er den Stand der Dinge durch zufällige Ereignisse oft ganz
umzukehren, und davon sind dann beide Parteien gleich weit und
gleich nah; und wie es sich auch wenden mag, immer setzt man sich
auf's Ungewisse hin der Gefahr aus. Auch pflegen die Menshcen, wenn
sie zum Krieg gehen, sogleich mit Thätlichkeiten den Anfang zu
machen, zu denen sie erst später schreiten sollten, und nur erst, wenn sie
Widerwärtigkeiten erfahren, wenden sie sich der Ueberlegung zu. Wir
aber, die noch keinen dieser Fehler begangen haben und auch euch noch
nicht darein verfallen sehen, reden euch, so lange es noch Jedem von
uns beiden freisteht, das bessere Theil zu wählen, ernstlich zu, den
Vertrag nicht zu lösen, noch auch die Eidschwüre zu brechen, sondern
die MißHelligkeiten vertragsgemäß durch ein Schiedsgericht schlichten
zu lassen. Im andern Fall rufen wir die eidbewachenden Götter zu
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Zeugen an, und wollen euch, wenn ihr den Krieg beginnen solltet,
in derselben Art zurückweisen, wie ihr uns dazu das Beispiel geben
werdet."