Als nun aber auch die Niederlage von Amphipolis die
Athener betroffen hatte und Kleon und Brasidas nicht mehr am Leben
waren, welche auf beiden Seiten dem Frieden am meisten entgegen-
arbeiteten, — Brasidas, weil er glücklich war und der Krieg ihm Ruhm
brachte, Kleon aber, weil er glaubte, daß nach wiedergekehrter Ruhe
seine 'Schurkenstreiche eher an's Licht kommen und seine
Verläumdüngen weniger Glauben finden würden; so konnten demnach in
Athen wie in Sparta die beiden Männer, welche am eifrigsten den
ersten Rang für sich erstrebten, nämlich Pleistoanax, des Pausanias
Sohn, König der Lakedämonier, und Nikias, Sohn des Nikeratos,
damals der glücklichste Feldherr, um so eifriger zum Frieden arbeiten.
Nikias nämlich, der nie ein Unglück erfahren und hoch geehrt wurde,
wünschte auch weiterhin sein Glück zu bewahren und für die Zukunft
sowohl selbst der Mühseligkeit überhoben zu sein, als auch seine
Mitbürger davon zu befreien; auch wollte er der kommenden Zeit den
Ruf hinterlassen, als ob er sein ganzes Leben hindurch dem Staate
niemals einen Unfall veranlaßt habe; das aber, glaubte er, werde
Einem in gefahrloser Zeit zu Theil, und wenn Einer sich den Launen
des Glücks so wenig als möglich aussetze; Gefahrlosigkeit aber werde
der Friede gewähren ^).
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