Als er nun Alles Nöthige in der Volksversammlung
bereinigt und die Athener ihm durch Abstimmung den Seezug
übertragen hatten, gesellte er sich noch einen der Feldherrn bei Pylos,
den Demotshenes, zu und segelte dann schnell ab. Den
Demosthenes hatte er sich aber deßhalb an die Seite genommen, weil er
unterdessen erfahren, daß dieser die Landung aus der Insel schon im
Plan entworfen habe. Seine Soldaten nämlich, in Folge des
Mangels am Platze, und eher selbst belagert, als belagernd, wünschten einen
Handstreich zu wagen. Dazu vermehrte seine Vortheile der Umstand,
daß die Insel in Brand gerieth. Anfangs nämlich, weil die Insel
durchaus bewaldet und als ein von jeher unbewohnter Platz auch
ganz unwegsam war, fürchtete er sich und war der Meinung, daß
diese Umstände eher den Feinden zu Statten kämen; denn diese
1
2
3
könnten einem zahlreichen Landungsheere durch Anfälle aus dem
Hinterhalt großen Schaden thun, weil die Schwächen und die
Rüstung der Feinde deS Waldes wegen ihm selbst nicht so sichtbar seien,
während hingegen alle Fehler seines eigenen Heeres jenen offenkundig
waren, so daß sie dasselbe unvermuthet überfallen könnten, an welchem
Punkte sie nur wollten, denn der Angriff stünde ja bei ihnen. Wenn
er aber hinwieder genöthigt würde, in der dichtverwahcsenen Gegend
handgemein zu werden, so dachte er, sei auch eine Minderzahl,
kundig der Ortsgelegenheit, im Vortheil vor einer unkundigen
Uebermacht, und es könne auch sein eigenes Heer trotz der großen Zahl
aufgerieben werden, ohne daß er es merke, weil keine Umschau
möglich war, an welchen Punkten Hülfe nöthig sei.