nissen dieses Sommers bei den Peloponnesiern in Milet, so
hatte keiner der von Tissaphernes bei seiner Abreise nach As
pendos damit Beauftragten den Sold gezahlt und weder die
phönizische Flotte noch Tissaphernes sich sehen lassen. Philippos
aber, den man ihm mitgegeben, und ein anderer, sich damals
in Phaselis aufhaltender Spartiat, Hippokrates, hatten dem
Nauarchen Mindaros geschrieben, die Flotte würde schwerlich
kommen und Tissaphernes sie schändlich im Stich lassen. Nun
lud Pharnabazos sie zu sich ein, der mit Hilfe ihrer Flotte
auch die bisher noch zu den Athenern haltenden Städte seiner
Provinz zum Abfall zu bringen hoffte und sich, grade wie
Tissaphernes, seinen Vorteil davon versprach. Also machte
sich Mindaros mit einer stolzen Flotte von dreiundsiebzig
Schiffen nach dem Chersones auf, wozu er, damit man in
Samos nichts davon erführe, den Befehl erst im letzten
Augenblick erteilt hatte. Aber auch schon vorher hatten sich
in diesem Sommer sechzehn Schiffe dahin begeben und einen
Teil des Chersones verwüstet. Er wurde jedoch von einem
Sturm überfallen und sah sich genötigt, bei Ikaros anzulegen,
wo er, da die Schiffe die See nicht halten konnten, fünf
oder sechs Tage liegen blieb, und von wo er dann nach Chios
gelangte.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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