sandros, Alexikles und die übrigen Häupter der Oligarchie
sogleich in aller Stille nach Dekeleia. Nur Aristarchos, der
damals grade auch Feldherr war, machte sich mit einer Hand
voll jener wilden barbarischen Bogenschützen eiligst nach Oinoe
auf. Oinoe war eine athenische Festung an der Grenze von
Böotien, welche die Korinther, weil eine Anzahl ihrer Leute
durch die dortige Besatzung beim Abzüge von Dekeleia über
fallen und niedergemacht worden war, damals belagerten, wo
bei ihnen die Böotier auf ihr Ersuchen nicht mehr wie gern
die Hand geboten hatten. Mit ihnen setzte Aristarchos sich
ins Einvernehmen und log dann den Athenern in Oinoe vor,
in Athen habe man Frieden mit den Lakedämoniern geschlossen
und dabei sei insbesondere auch ganz ausdrücklich ausgemacht,
daß sie die Festung den Böotiern zu übergeben hätten. Da
er einer der Feldherren war, sie selbst aber infolge der Be
lagerung von nichts wußten, schenkten sie ihm unbedenklich
Glauben und räumten die Festung, nachdem man ihnen freien
Abzug gewährt hatte. Auf diese Weise gelangten die Böotier
in den Besitz von Oinoe. Damit hatte die Oligarchie und der
Parteikampf in Athen ein Ende.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.