doch zwanzig Schiffe; auch hielten sie gleich eine Volksver
sammlung, jetzt zum erstenmal wieder an alter Stelle auf der
Pnyx, in der sie die Vierhundert absetzten und beschlossen, die
Regierung auf die Fünftausend zu übertragen. Zu ihnen aber
sollten nur solche gehören, die sich selbst bewaffnen konnten.
Auch sollte keinerlei Ämtersold mehr gezahlt werden, und wenn
es trotzdem geschähe, ein Fluch darauf stehen. Später hielten
sie dann noch verschiedene Versammlungen, in denen sie einen
Verfassungsausschuß (Nomotheten) bestellten und in betreff der
künftigen Verfassung weitere Beschlüsse faßten. Vorderhand
war das offenbar die wohlerwogenste Staatsveränderung,
welche bei meinen Lebzeiten in Athen eingeführt wurde; denn
sie kam auf eine vernünftige Mischung von Oligarchie und
Demokratie hinaus und war ein erster Schritt, die Stadt aus
der schlimmen Lage, in die sie geraten, wieder emporzuheben.
Ferner beschlossen sie, Alkibiades und mit ihm einige andere
zurückzurufen, und schickten an ihn und das Heer in Samos
die Aufforderung, sich ihrer anzunehmen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.