und mit ihr Chaireas, Archostratos' Sohn, einen Athener,
welcher in dem Kampfe um die Verfassung besonderen Eifer
bewiesen hatte, schleunigst nach Athen, um das Ereignis dort
zu melden; denn sie wußten noch nicht, daß die Vierhundert
inzwischen zur Herrschaft gelangt waren. Als die Paralos
kaum angekommen war, ließen die Vierhundert sogleich ein paar
Leute aus der Mannschaft ins Gefängnis werfen, den übrigen
aber das Schiff nehmen und sie auf ein anderes, zum Truppen
transport bestimmtes Schiff versetzen und damit bei Euboia
Wache tsehen. Chaireas aber, der sich, als er die Dinge kommen
sah, gleich heimlich aus dem Staube gemacht hatte und dann
nach Samos zurückgekehrt war, schilderte nun den Soldaten dort
die Zustände in Athen noch weit schlimmer, als sie wirklich
waren: die Bürger würden ausgepeitscht, jede mißliebige
Äußerung über Anordnungen der Machthaber sei streng ver
boten, Weiber und Kinder würden mißhandelt, ja man ginge
sogar damit um, die Angehörigen aller Soldaten in Samos,
die nicht zur Partei hielten, ins Gefängnis werfen und hin
richten zu lassen, wenn das Heer den Gehorsam verweigere,
und was er ihnen alles sonst noch vorlog.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.