sich anfangs vor der mit Demotshenes angekommenen neuen
Flotte gefürchtet, nun auch zur See erfochten hatten, wurden
die Athener völlig mutlos. So groß der Schmerz über den
unerwarteten Verlauf des Krieges war, weit größer noch die
Reue, daß man ihn unternommen. Hier zum erstenmal hatten
sie Städte angegriffen, welche wie sie demokratisch verfaßt und
mit Schiffen, Pferden und sonstigen Mitteln überreichlich ver
sehen waren, Städte, die sie nicht durch die Aussicht auf Ver
fassungsänderungen auf ihre Seite ziehen konnten, und denen
sie auch im Kriege nicht wesentlich überlegen oder auch nur
gewahcsen gewesen waren. Hatten sie schon vorher das Be
denkliche ihrer Lage empfunden, so war das jetzt, nachdem sie,
was sie nimmer geglaubt, auch mit der Flotte geschlagen waren,
noch weit mehr der Fall.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.