nischen Gesandten aus Sizilien wieder ein und mit ihnen auch
Gesandte aus Egesta, welche sechzig Talente ungemünztes Silber
als Monatssold für sechzig Schiffe überbrachten, um deren
Sendung sie bitten sollten. Da den Athenern in einer Volks
versammlung von den Egestern und ihren eigenen Gesandten,
allerdings wahrheitswidrig, versichert wurde, daß die Sachen
dort vortrefflich ständen, namentlich in den Kassen und Tempeln
Geld in Menge vorhanden sei, beschlossen sie, sechzig Schiffe
nach Sizilien zu schicken und Alkibiades, Kleinias' Sohn,
Nikias, Nikeratos' Sohn, und Lamachos, Xenophanes' Sohn,
den Oberbefehl darüber zu erteilen mit dem Auftrage, Egesta
gegen Selinus zu unterstützen, arch, falls der Krieg glücklich
verliefe, den Leontinern wieder zu ihrer Stadt zu verhelfen,
im übrigen aber so zu verfahren, wie es nach ihrer Ansicht
den athenischen Interessen in Sizilien am besten entspräche.
Fünf Tage nachher hielten sie eine zweite Versammlung, um
über die schleunige Ausrüstung der Schiffe und die Beschaffung
des den Feldherren für die Fahrt etwa noch sonst Nötigen zu
beschließen. Nikias, der gegen seinen Wunsch zum Feldherrn
gewählt und überzeugt war, man habe einen verderblichen
Beschluß gefaßt und wolle sich unter einem dürftigen und
fadenscheinigen Vorwande in ein so gewaltiges Unternehmen
wie die Unterwerfung von ganz Sizilien stürzen, trat jetzt auf,
um die Athener davor zu warnen, und redete sie also an:
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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