Teile längere Zeit einander stand. Nun traf es sich, daß
es unterdessen wiederholt donnerte und blitzte und dabei stark
regnete, was diejenigen, die hier zum erstenmal ins Gefecht
kamen und den Krieg noch nicht gewohnt waren, noch furcht
samer machte, während die erfahrenen Krieger darin nur ein
Ereignis sahen, wie es die Jahreszeit mit sich brachte, und
sich weit mehr darüber wunderten, daß ihre Gegner noch
immer standhielten. Nachdem jedoch die Argeier den linken
Flügel der Syrakuser und dann auch die Athener die ihnen
gegenüberstehenden Gegner geworfen hatten, wurde auch daS
übrige Heer der Syrakuser durchbrochen und in die Flucht
geschlagen. Verfolgen konnten jedoch die Athener nicht weit;
denn die zahlreichen, noch unbesiegten Reiter der Syrakuser
hinderten sie daran, die, wenn sie bemerkten, daß die Hopliten
irgendwo zu hastig vordrangen, auf sie einsprengten und sie
zurücktrieben. Die Athener setzten deshalb die Verfolgung
in Reih und Glied nur so weit fort, wie eS die Sicherheit
gestattete, kehrten dann aber wieder um und errichteten ein
Siegeszeichen. Die Syrakuser zogen sich nach der Elorischen
Straße zusammen, stellten die Ordnung, so gut es ging, wieder
her und schickten sogar einen Teil ihrer Mannschaft ab, um
das Olympieion zu besetzen aus Furcht, die Athener möchten
sich der dort vorhandenen Schätze bemächtigen. Die übrigen
zogen wieder in die Stadt zurück.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.