beide Theile einander lange die Wage. Zufällig fielen auch einige
Donnerschläge und Blitze und ein starker Regen, so daß für
diejenigen. welche heute zum ersten Male fochten und am wenigsten Kriegs-
vertrautheit hatten, auch dieß zur Vermehrung der Furcht beitrugt
während die Erfahrenen zwar dachten, daß das Unwetter ganz der
Jahreszeit gemäß sei, aber doch in noch viel größere Bestürzung
geriethen, daß ihre Gegner trotzdem nicht weichen wollten. Als nun
die Argiver zuerst den linken Flügel der Syrakusaner, und danach die
Athener, was ihnen gegenüberstand, zurückgedrängt hatten, so war
bald auch die übrige Aufstellung durchbrochen, und die Syrakusaner
flohen. Weit zwar verfolgten sie die Athener nicht, denn die zahlreiche
und noch unbesiegte Reiterei der Syrakusaner hielt sie auf, sprengte
in die Haufen der Schwerbewaffneten ein, die in der Verfolgung
voran waren, und warf sie zurück. Die Athener drängten daraus
in- geschlossener Linie so weit nach, als es ihre eigene Sicherheit
erlaubte, kehrten dann wieder um und errichteten ein Siegeszeichen.
Die Syrakusaner ihrerseits sammelten sich wieder bei der Elorischen
Straße, stellten sich, so gut es eben anging, wieder in
Schlachtordnung, und schickten trotz ihrer Niederlage eine Besatzung nach dem 1
Olympieion, aus Furcht, die Athener möchten sich an den dort nie- 2
dergelegten Schätzen vergreifen. Die Andern zogen dann zurück nach
der Stadt.' ^ ..
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.