genannten Topfmarkte vor der Stadt inmitten seiner Leibwache
eben damit beschäftigt war, den Festzug zu ordnen, schritten
Harmodios und Aristogeiton, mit Dolchen bewaffnet, zur Aus
führung ihres Planes. Da sie jedoch einen ihrer Mitver
schworenen in vertraulichem Gespräch mit Hippias sahen, wie
dieser eben für jedermann leicht zugänglich war, wurden sie
bange und glaubten, sie seien verraten und würden jeden
Augenblick verhaftet werden. An dem Manne aber, der sie
beleidigt und um des willen sie das ganze Wagnis unternommen
hatten, wollten sie sich womöglich vorher noch rächen, und so
eilten sie, wie sie waren, durchs Tor in die Stadt hinein,
trafen Hipparchos beim Leokorion, iselen, der eine aus Eifer-
sucht, der andere wegen des ihm angetanen Schimpfes, voller
Wut hinterrücks über ihn her und stachen ihn nieder. Aristo
geiton gelang es zwar, zunächst im Volksgedränge vor der
Leibwache zu entkommen, wurde aber später ergriffen und
übel zugerichtet. Harmodios aber wurde gleich auf der Stelle
niedergemacht.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.