diesem, weil er ihm nicht zu Willen gewesen war, den ihm
zugedachten Schimpf zu. Man wies nämlich seine Schwester,
eine Jungfrau, nachdem man sie erst aufgefordert, bei einem
Festzuge einen Korb zu tragen, nachträglich mit dem Bemerken
zurück, man habe sie gar nicht aufgefordert, da ihr das nicht
zukomme. Harmodios empfand das als eine schwere Kränkung,
und seinetwegen wurde nun auch Aristogeiton vollends Gift
und Galle. Die verabredeten alles mit ihren Mitverschworenen,
warteten aber die großen Athenäen ab, den einzigen Tag, wo
es kein Aufsehen erregte, wenn die Bürger beim Festzuge alle
bewaffnet erschienen. Sie selbst sollten den Anfang machen,
die übrigen aber gleich bei der Hand sein, mit ihnen über die
Leibwache herzufallen. Die Zahl der Verschworenen war nicht
groß, der Sicherheit wegen; sie rechneten nämlich darauf,
wenn nur erst ein paar mutig vorangingen, so würden sich
auch die Uneingeweihten, da sie ja Waffen hätten, von selbst
am Kampfe für ihre Freiheit beteiligen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.