gelangte, kann ich bestimmt behaupten, da ich darüber genauere
Erkundigungen eingezogen habe als andere', wie denn dafür
auch Folgendes sprechen dürfte. Offenbar nämlich war er der
einzige unter seinen ebenbürtigen Brüdern, der Kinder hatte,
wie dies der Altar und die zum Andenken an die Gewalt
herrschaft der Tyrannen auf der Burg in Athen errichtete
Säule beweist, an welcher weder Kinder des Thessalos noch
des Hipparchos genannt werden, wohl aber fünf des Hippias,
welche ihm von Myrrhine, der Tochter des Kallias, Hyperechides'
Sohn, geboren waren. Wahrscheinlich hat dann doch der
älteste zuerst geheiratet. Auch ist er an derselben Säule gleich
nach seinem Vater ausgeführt, und auch das doch wahrshcein
lich, weil er sein ältester Sohn war und nach ihm zur Regie
rung kam. Vermutlich hätte auch Hippias sich in dem Augen
blick nicht so leicht als Tyrann behaupten können, wenn
Hipparchos, als er ermordet wurde, dies gewesen wäre und
er sich erst an dem Tage dazu hätte auswerfen müssen. Eben
weil die Bürger seine Macht und die Söldner seine strenge
Zucht schon gewohnt waren, behauptete er seine Herrschaft mit
voller Sicherheit und nicht wie ein jüngerer Bruder, der sich
nicht zu helfen weiß, weil er dabei nicht hergekommen. Da
aber Hipparchos durch sein trauriges Ende so berühmt wurde,
glaubte man später, er sei damals auch Tyrann gewesen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.