seinen Lanzenträgern umgeben, außerhalb der Stadt im sogenannten
Kerameikos die Anordnungen, wie beim Festzug jegliches vor sich
gehen solle. Harmodios aber und Aristogeiton, schon den Dolch in
der Hand, näherten sich zur That. Da sahen sie aber Einen ihrer
Mitverschworenen vertraulich mit Hippias reden, wie denn dieser
überhaupt für Alle leicht zugänglich war, und nun geriethen sie in
Furcht und glaubten, sie seien verrathen und würden jeden
Augenblick festgenommen werden. So dachten sie denn nun, wenn es
möglich wäre, vorher noch an ihrem Beleidiger und um dessentwillen sie
sich auch in dieses Wagstück eingelassen hätten, Rache zu nehmen,
und stehenden Fußes eilten sie zum Thore hinein, trafen den
Hipparchos beim sogenannten Leokorion und sielen rasch und unversehens
über ihn her, und, der Eine im Zorn der beleidigten Liebe, der
Andere vom Stachel der Beschimpfung getrieben, trafen sie ihn mit
ihren Dolchen und tödteten ihn. Und der Eine entkam für den
Augenblick den Lanzenträgern, Aristogeiton nämlich, im Getümmel
des Aufkaufs, wurde aber später gefangen und schlimm zugerichtet,
Harmodios aber wurde auf der Stelle niedergehauen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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