Krieg seid, mit dem eS unS hoffentlich nach Wunsche geht,
will ich euch auch sagen, waS ich unter diesen Umständen für
nötig halte. Wir stehen vor einem Kriege gegen eine Anzahl
meines Wissens großer und mächtiger, völlig unabhängiger
Städte, die sich durchaus nicht nach Änderungen sehnen, wie
man sie, um eine drückende Herrschaft loszuwerden, willkommen
heißt, Städte, die gewiß keine Lust haben, ihre Freiheit mit
unserer Herrschaft zu vertauschen, darunter für die eine Insel
eine Menge griechische. Denn außer NaxoS und Katana, die
bei ihrer Verwandtschaft mit den Leontinern hoffentlich mit
unS gehen werden, sind da sieben andere, die für den Krieg
gradeso gut gerüstet sind wie wir, vor allem Selinus und
Syrakus, auf die eS bei unserem Zuge hauptsächlich abgesehen
ist. Sie haben schweres Fußvolk, Bogen- und Speerschützen
die Menge, zahlreiche Kriegsschiffe und Leute genug, sie zu
bemannen. Geld haben sie auch, teils selbst, teils in den
Tempeln von Selinus, die Syrakuser außerdem durch Steuern,
welche verschiedene barbarische Völker von alterS her an sie
zahlen. WaS sie aber besonders vor unS voraus haben, ist
der Reichtum an Pferden, und daß sie ihr Getreide im eigenen
Lande erzeugen und nicht von auswärts einzuführen brauchen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.