nach der Stadt geflohen waren, neuen Mut, als sie sahen,
was da vorging, und rückten nicht nur von der Stadt her
gegen die auf sie eindringenden Athener wieder vor, sondern
entsandten auch einen Teil ihrer Mannschaft gegen die Ring
mauer auf Epipolai in der Hoffnung, sie unbesetzt zu finden
nnd nehmen zu können. Auch gelang es ihnen, das davor
befindliche Außenwerk von zehn Plethren zu nehmen und zu
zerstören, die Ringmauer selbst aber wurde von Nikias be
hauptet, der zufällig krankheitshalber dort zurückgeblieben
war. Er ließ nämlich das draußen an der Mauer gelagerte
Holz und Sturmzeug durch seine Leute in Brand stecken, da
er einsah, daß sie bei dem Mangel an Mannschaft auf andere
Weise nicht zu behaupten sein würde. Und damit erreichte
er seinen Zweck. Die Syrakuser wagten sich nämlich des
Feuers wegen nicht weiter vor, sondern zogen sich wieder
zurück; denn eben jetzt kam auch von unten die von den dort
siegreich vordringenden Athenern ihrer Mauer zu Hilfe ge
sandte Mannschaft oben an, und gleichzeitig tief ihre Flotte
von Thapsos dem ihr erteilten Befehle gemäß in den großen
Hafen ein. Als die Syrakuser das sahen, zogen sie nicht nur
von dort oben schleunigst ab, sondern auch mit ihrem ganzen
Heere wieder in die Stadt hinein, da sie mit den vorhan
denen Kräften den Ausbau der Mauer bis an die See doch
nicht mehr abwenden zu können glaubten.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.