pliten und dreihundert Reitern unter Laches und Nikostratos.
Die Argeier, die bei alledem Bedenken trugen, den mit. den
Lakedämoniern geschlossenen Waffenstillstand zu brechen, for
derten sie jedoch auf, wieder abzuziehen, und auch ihrem
Wunsche, sie darüber vor dem Volke zu Worte kommen zu
lassen, entsprachen sie erst, als sie durch die Vorstellungen der
noch anwesenden Mantineer und Eleer dazu genötigt wurden.
Hier aber erklärten die Athener den Argeiern und ihren
Bundesgenossen, wobei Alkibiades als Gesandter zugegen war,
ein gültiger Waffenstillstand hätte nur unter Zustimmung der
Bundesgenossen geschlossen werden können, und jetzt, wo sie
eben zur rechten Zeit eingetroffen, müßte der Krieg unbedingt
fortgesetzt werden. Die Bundesgenossen waren damit ganz
einverstanden und machten sich ohne die Argeier auch alle
sogleich gegen das arkadische Orchomenos auf. Die Argeier
waren im Grunde derselben Meinung, gingen zwar anfangs
nicht mit, kamen aber später auch noch nach. Orchomenos
wurde nun mit vereinten Kräften eingeschlossen, belagert und
wiederholt bekannt, da man auf die Einnahme deS Orts
schon an sich, namentlich aber auch deshalb Wert legte, weil
die Lakedämonier die arkadischen Geiseln dort untergebracht
hatten. Da kein Entsatz kam, fürchteten die Einwohner, bei
der Schwäche ihrer Mauern sich gegen ein so zahlreiches
Heer nicht halten zu können, und übergaben ihre Stadt, indem
sie sich verpflichteten, dem Bunde beizutreten, den Mantineern
Geiseln zu stellen und die von den Lakedämoniern bei ihnen
untergebrachten auszuliefern.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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