mit der Flotte und von der Landseite angreifen wollten, traf
auch er seine Maßregeln. Die drei Trieren, die er von den
ihm gelassenen Schiffen noch hatte, ließ er auf den Strand
dicht unter die Mauer ziehen und mit Palisaden umgeben.
Die Mannschaft nahm er ans Land und bewaffnete sie mit
Schilden, die freilich elend genug und meist nur aus Weiden
geflecht waren. Denn in dem abgelegenen Erdenwinkel waren
keine Schilde zu haben, und auch diese hatte er nur durch ein
eben angekommenes messenisches Piratenschiff, einen schnellen
Dreißigruderer, erhalten. Gegen vierzig messenische Hopliten,
die mit an Bord gewesen waren, stellte er in seine Mannschaft
ein. Den größten Teil seiner Leute, mit oder ohne Rüstung,
verteilte er auf die festesten und haltbarsten Stellen des Platzes
auf der Landseite mit dem Befehl, das feindliche Fußvolk ab
zuschlagen, wenn es angreifen sollte. Er selbst aber wählte
sich auS seiner ganzen Mannschaft sechzig Hopliten und eine
Anzahl Bogenschützen aus und stellte sich mit ihnen außerhalb
der Mauer am Strande auf, wo der Feind seiner Ansicht nach
am ersten eine Landung versuchen würde. Zwar siel das Ge
lände hier steil und felsig nach der See ab, aber die Mauer
war an dieser Stelle am schwächsten, was den Feind wahr
scheinlich grade hier zu einem Angriff verlocken konnte. Die
Athener hatten es nämlich nicht für nötig gehalten, die Mauer
an dieser Stelle stärker zu machen, weil sie es bei ihrer Über
macht zur See für völlig ausgeschlossen hielten, daß der Feind
hier eine Landung erzwingen und der Platz von da genommen
i werden könnte. Um eine solche Landung zu verhindern, stellte
er sich also hier am Strande mit seinen Hopliten auf und
redete sie also an:
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.