und begab sich selbst wieder nach Korinth, um sich zu dem ja
schon vorher beabsichtigten Zuge nach Thrakien zu rüsten. Als
dann auch die Athener abgezogen waren, machten sich diejenigen
ihrer Anhänger, welche sich hauptsächlich mit ihnen eingelassen
hatten und wußten, daß das kein Geheimnis geblieben war,
sogleich im stillen aus der Stadt. Die übrigen aber erklärten
sich der Partei der Flüchtlinge gegenüber damit einverstanden,
daß diesen gestattet würde, aus Pegai in die Stadt zurück
zukommen. Dabei gelobte man sich gegenseitig mit den feier
lichsten Eiden, einander altes Unrecht nicht nachzutragen, sondern
nur das allgemeine Beste der Stadt im Auge zu haben. Nach
dem jedoch die Männer der Gegenpartei ins Amt gelangt
waren, ließen sie bei einer von ihnen veranstalteten Waffen-
schau die Abteilungen auseinandertreten, um sich aus der Zahl
ihrer Gegner etwa hundert auszusuchen, die sich ihrer Meinung
nach für die Athener besonders eingelegt, und sie dann, indem
sie das Volk zwangen, öffentlich abzustimmen, zum Tode ver
urteilen und hinrichten. In der Stadt aber führten sie eine
wesentlich oligarchische Verfassung ein, und bei diesem durch
den Sieg einer kleinen Minderheit aus den Parteikämpfen
hervorgegangenen Zustande ist es dann in der Tat lange Zeit
geblieben.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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