ihnen geplante Befestigung von Antandros ins Werk setzen.
Damals befanden sich Demodokos und Aristeides als Befehls
haber der von Athen zur Eintreibung der Steuern ausgesandten
Schiffe am Hellespont, während Lamachos, der dritte von
ihnen, mit zehn Schiffen ins Schwarze Meer gefahren war.
Als sie bemerkten, daß man dabei war, Antandros zu befestigen,
fürchteten sie, es könne daraus ein so gefährlicher Platz werden
wie Anaia Samos gegenüber, wo die Flüchtlinge aus Samos
sich festgesetzt hatten und die Peloponnesier mit Steuerleuten
für ihre Flotte versahen, in Samos Unruhen schürten und
Flüchtlinge aus der Stadt aufnahmen. Sie boten deshalb
Streitkräfte bei den Bundesgenossen auf und segelten damit
nach Antandros, besiegten die ihnen von dort entgegengekommenen
Mytilener und setzten sich wieder in Besitz des Platzes. Bald
nachher verlor Lamachos, der inS Schwarze Meer gefahren
und im Gebiet von Herakleia in der Mündung des Kalex
vor Anker gegangen war, infolge eines im Oberlauf des Flusses
eingetretenen Wolkenbruchs durch die plötzlich zu Tal strömenden
Wassermassen seine Schiffe. Er selbst mit der Mannschaft
gelangte zu Lande durch das Gebiet der bithynischen Thraker,
drüben in Asien, nach Chalkedon, der Kolonie von Megara
an der Mündung des Schwarzen Meeres.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.