kunft und angesichts der schon jetzt bedrohlichen Anwesenheit
der Athener müssen wir die Hörner einziehen und uns dabei
beruhigen, wenn wirklich dieser oder jener unserer besonderen
Wünsche unerfüllt oder eine beabsichtigte Unternehmung un
ausgeführt bleiben sollte. Laßt uns also die gefährlichen Feinde
aus dem Lande schicken und unter uns Frieden schließen, am
besten für immer oder, wenn das nicht, doch auf möglichst
lange Zeit, und unsere häuslichen Zwistigkeiten ein andermal
ausmachen. So viel ist gewiß, wenn ihr meinem Rate folgt,
so werden ^vir alle Bürger freier Städte und als solche in
der Lage sein, unsere Wohltäter und Beleidiger ehrlich mit
gleicher Münze zu bezahlen. Glaubt man mir aber nicht, und
geben wir fremden Einflüsterungen Gehör, so hat es mit dem
Rächen ein Ende, und bestenfalls werden wir uns zu einem
Bündnis mit unseren schlimmsten Feinden und zur Feindschaft
mit unseren natürlichen Freunden gezwungen sehen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.