peloponnesischen Schiffe wären schon in Kerkyra, wollten
Eurymedon und Sophokles schleunigst nach Kerkyra weiter
fahren, Demotshenes aber war dafür, zunächst Pylos anzulaufen,
um dort das Nötige ins Werk zu setzen, und erst dann nach
Kerkyra zu fahren. Die anderen widersprachen zwar, aber da
sich zufällig ein Sturm erhob, wurden die Schiffe dann doch
nach Pylos verschlagen. Nun riet Demotshenes, den Platz
sofort zu befestigen - denn dazu sei er ja grade mitgefahren -,
wobei er auf den Überfluß an Holz und Steinen, die natür
liche Festigkeit des Ortes und dessen Lage in einer weit umher
unbewohnten Gegend hinwies. Pylos liegt nämlich ungefähr
vierhundert Stadien von Sparta im ehemaligen Messenien
und heißt bei den Lakedämoniern Koryphasion. Man wandte
ihm ein, wenn er die Stadt durchaus in Unkosten stürzen wolle,
so gäbe es ja im Peloponnes noch unbewohnte Landspitzen
genug. Er aber hielt grade Pylos zu dem Zweck für besonders
geeignet, es habe einen Hafen, läge im alten Messenien, die
Messenier sprächen denselben Dialekt wie die Lakedämonier
und würden diesen von dort viel Schaden tun können, auch
eine zuverlässige Besatzung für den Platz abgeben.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.