ab, und die Lakedämonier forderten nun dem Vertrage gemäß
ihre Schiffe zurück. Die Athener aber, die sich über einen
vertragswidrigen Angriff auf die Festung und andere anscheinend
unerhebliche Vertragsverletzungen beshcwerten, gaben sie nicht
heraus, indem sie sich auf den Wortlaut deS Vertrags beriefen,
wonach er schon bei der geringsten Übertretung der darin ge
troffenen Bestimmungen aufgehoben sein sollte. Die Lake
dämonier wollten das jedoch nicht gelten lassen, erklärten das
Verfahren mit den Schiffen für eine Niederträchtigkeit und
gingen ihrer Wege, um die Feindseligkeiten von neuem zu er
öffnen. Auch wurde der Krieg bei Pylos nun von beiden
Seiten nachdrücklich wieder aufgenommen. Die Athener um
kreisten die Insel bei Tage beständig mit zwei Schiffen, bei
Nacht aber gingen sie mit der ganzen Flotte rings um die
Insel vor Anker, nur bei stürmischem Wetter auf der Seeseite
nicht. Auch waren sie zu deren Überwachung durch zwanzig
Schiffe aus Athen verstärkt, so daß es nun im ganzen siebzig
waren. Die Peloponnesier aber machten aus ihrem Lager auf
dem Festlande ab und an einen Angriff auf die Festung und
lauerten auf eine Gelegenheit, ihre Leute zu befreien.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.