weiter, sondern schlugen den Athenern vor, einen Ausschuß zu
wählen, mit dem sie die Sache in aller Ruhe besprechen und
sich über die einzelnen Punkte verständigen könnten. Nun aber
ging Kleon ins Zeug und sagte, er hätte gleich gemerkt, daß
sie nichts Gutes im Schilde führten, und das sei jetzt ganz
klar, da sie in der Versammlung nicht mit der Sprache heraus
wollten und die Sache lieber mit wenigen abkarten möchten.
Brauchten ihre Absichten das Licht nicht zu scheuen, so sollten
sie hier nur vor der ganzen Versammlung reden. Da die
Lakedämonier einsahen, daß sie das nicht durften, selbst wenn
sie notgedrungen einzelne Zugeständnisse machen wollten, um
nicht von den Bundesgenossen darüber verhöhnt zu werden,
daß sie zwar geredet, aber nichts erreicht hätten, die Athener
aber auf ihre Vorschläge unter annehmbaren Bedingungen
keinenfalls eingehen würden, reisten sie unverrichteter Sache
von Athen wieder ab.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.