um unser gutes Recht in den Händeln mit den Thebanern zu
beweisen, euch auch an unsere Verdienste um ganz Griechen
land erinnern und versuchen, euch dadurch günstig zu stimmen.
Auf die kurze Frage, was wir im Laufe des Krieges für die
Lakedämonier und ihre Bundesgenossen getan, antworten wir:
Fragt ihr uns als Feinde, so dürft ihr euch nicht über uns
beklagen, wenn wir nichts für euch getan haben; seht ihr uns
aber als Freunde an, so war es grade von euch das größte
Unrecht, uns mit Krieg zu überziehet. Im Frieden wie im
Perserkriege haben wir uns wacker gehalten. Jetzt haben nicht
wir den Frieden zuerst gebrochen, und damals sind wir unter
allen Böotiern die einzigen gewesen, welche mit für die Frei
heit Griechenlands gefochten haben. Obgleich wir nicht an
der See wohnen, haben wir doch zu Schiff bei Artemision
mitgekämpft, und in der hier in unserem Lande geschlagenen
Schlacht haben wir auf eurer und Pausanias' Seite gestanden.
Wo immer zu jener Zeit den Griechen eine Gefahr drohte,
sind wir stets über unsere Kräfte mit dabei gewesen. Und
euch, Lakedämonier, insbesondere haben wir damals, als Sparta
nach dem Erdbeben von den aufständischen Heloten in Ithome
das Schlimmste zu befürchten hatte, ein Drittel unserer Bürger
schaft zu Hilfe geschickt. Das solltet ihr nicht vergessen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.