entschlossen sich die Peloponnesier, — da sie sich der vereinigten
Schiffsmacht der Feinde nicht gewachsen fühlten, auch nicht gegen
dieselbe ausgelaufen waren, um die angebotene Schlacht anzunehmen,
und sich nun in Verlegenheit fanden, woher für so viele Schiffe das
Geld« nehmen, zumal auch Tissaphernes den Sold nur ungenügend
auszahlte, — den Klearchos, des RhamphiaS Sohn, mit vierzig
Schiffen an den PharnabazoS zu senden, wie ihnen auch von
vornherein vom Peloponnes befohlen war. PharnabazoS nämlich hatte
sie aufgefordert zu kommen und war bereit, ihnen Sold zu zahlen;
und zugleich hatte auch Byzanz durch Gesandte erklärt, daß es bereit
sei, von Athen abzufallen. Diese vierzig peloponnesischen Schiffe
steuerten nun, um auf ihrer Fahrt von den Athenern nicht bemerkt zu
werden, auf die hohe See hinaus und wurden hier vom Sturm
überfallen, der die meisten derselben mit Klearchos nach der Insel Delos
trieb, von wo sie später wieder nach Milet zurückkehrten — Klearchos
reiste dann zu Lande- nach dem Hellespont und übernahm daselbst
den Oberbefehl — während die zehn übrigen unter Helixos, dem
Feldherrn der Megarenser, glücklich nach dem Hellespont kamen und
den Abfall von Byzanz bewirkten. Als die Athener auf Samos
hievon Kenntniß erhielten, schickten sie eine Anzahl Schiffe zur
Abwehr und Beobachtung nach dem Hellespont, und es-fand auch 1
vor Byzanz ein unbedeutendes Seetreffen Statt, acht Schiffe
gegen acht.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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