Peloponnesier, die sich nicht zugetraut hatten, mit ihrer ganzen
Flotte dem Gegner die Spitze zu bieten und, zumal Tissaphernes
nur unregelmäßig zahlte, nicht wußten, woher das Geld für
so viel Schiffe zu nehmen, Klearchos, Rhamphios' Sohn, mit
vierzig Schiffen zu Pharnabazos, wie das ja im Peloponnes
von vornherein bestimmt war. Pharnabazos nämlich hatte
sie zu Hilfe gerufen nnd sich erboten, den Unterhalt zu gewähren,
gleichzeitig aber hatte auch Byzanz wegen seines Abfalls Ver
handlungen mit ihnen angeknüpft. Diese vierzig peloponnesischen
Schiffe, welche, um von den Athenern nicht bemerkt zu werden,
durch die hohe See fuhren, wurden jedoch unterwegs von einem
Sturm erfaßt. Die meisten unter Klearchos erreichten Delos
und gelangten später nach Milet zurück, von wo Klearchos sich
zu Lande wieder nach dem Hellespont begab und dort den
Oberbefehl übernahm. Die übrigen zehn unter Helixos aus
Megara kamen glücklich nach dem Hellespont und brachten
Byzanz zum Abfall. Bald nachher, als die Athener in Samos
das erfuhren, schickten sie auch eine Anzahl Schiffe und Truppen
nach dem Hellespont, und es kam bei Byzanz mit acht Schiffen
gegen acht zu einer kleinen Seeschlacht.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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