verzweifelnde Glück unserer ärgsten Feinde laßt uns mit Zorn erfüllt
den Angriff machen! Halten wir nur fest, daß vollkommen
rechtmäßig handelt, wer zur Bestrafung des Angreifers den ganzen Grimm
seines Muths an ihm ausläßt, und daß es uns so auch zu Theil
werde, an den Feinden Rache zu nehmen, was ja dem Sprüche nach
das süßeste ist. Daß sie aber unsere Feinde und erbittertsten Feinde
sind, das wißt ihr Alle, sie, die ja in unser Land gekommen sind,
um es zu knechten! Und wäre es ihnen gelungen, fürwahr, sie hätten
den Männern das Schmerzlichste angethan, und den Namen der
ganzen Stadt hätten sie unehrlich gemacht. Dafür aber darf auch
Keiner sich erweichen lassen, oder eS schon für einen Gewinn halten,
wenn wir sie, ohne weitere Gefahr zu wagen, entkommen lassen, denn
das wird ihnen ohnehin zn Theil, wenn sie den Sieg davontragen.
Ergeht es ihnen aber so, wie es zu erwarten ist und wir es wünshcen,
daß sie nämlich gezüchtigt werden und SicilienS altgewohnte Freiheit
durch uns noch fester begründet wird, so war der Kampf ein
erhabener. Unter allen Wagnissen sind die die seltensten, aus welchen im
Fall des Mißlingens nur geringer Schaden, im Fall des Gelingens
aber so unendlicher Vortheil erwächst."
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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