send Schwergerüsteten gegen das amphilochische Argos zu Felde, wie
sie denn eben durch dieß Versprechen den Eurylochos vermocht hatten,
seine Truppen da zu lassen, fielen in das argivische Gebiet ein und
nahmen Olpä weg, eine starke Festung auf einem Hügel an der
Seeseite, welche die Akarnaner in früheren Zeiten befestigt hatten und wo
sie ihre gemeinsamen Gerichtstage abhielten. Von der Hauptstadt der
Argiver, die am Meere liegt, ist sie ungefähr fünf und zwanzig
Stadien entfernt. Von den Akarnanern nun eilte ein Theil nach Argos,
denen dort beizustehen, die Andern lagerten sich in der Gegend des
amphilochischcn Landes, das Krenä heißt, zu verhüten, daß die
Peloponnesier unter Eurylochos nicht unbemerkt sich mit den Amprakioten
vereinigen möchten. Sie schickten aber auch zum Demosthenes, der
die Athener bei dem Einfalle in Aetolien angeführt hatte, daß er als
Führer zu ihnen käme, und zugleich auch zu den zwanzig Schiffen der
Athener, die sich in den peloponnesischen Gewässern befanden und von
Aristoteles, dem Sohne des Timokrates, und Hierophon, Antimnestos'
Sohn, befehligt wurden. Es sandten aber auch die Amprakioten bei
Olpä einen Boten nach ihrer Stadt und ließen ausfordern, - mit
gesummter Macht ihnen zu Hülfe zu kommen, denn sie fürchteten,
Eurylochos möchte mit seinen Truppen nicht durch die Akarnaner
durchbrechen können, und so müßten sie entweder sich ganz allein schlagen,
oder, wenn sie sich zurückziehen wollten, werde auch das uicht mit
genügsamer Sicherheit geschehen können.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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