Thucydides History of the Peloponnesian War 1.85

Adolf Wahrmund (Translator)

History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.

Sponsored by University of Leipzig.

Funding provided by European Social Fund Saxony.

Current edition First1KGreek

Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (German) (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Wahrmund, Adolf, translator. Stuttgart: Krais and Hoffmann, 1864.)

Editions (1)
Ἱστορίαι Perseus (Thucydides. Historiae, Vol 1-2. Jones, Henry Stuart, editor. Oxford: Oxford University Press, 1910. (1942 printing).) — 1.85.1 focus
Translations (10)
The History of the Grecian War Perseus (Thucydides. The English works of Thomas Hobbes of Malmesbury. Hobbes, Thomas. translator. London: John Bohn, 1843.) — 1.85.1 focus
History of the Peloponnesian War Perseus (Thucydides. History of the Peloponnesian War. Crawley, Richard, translator. London and Toronto: J. M. Dent and Sons Ltd.; New York: E. P. Dutton and Co., 1914.) — 1.85.1 focus
Geschichte des Peloponnesischen Kriegs First1KGreek (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Braun, Theodor, translator. Leipzig: Insel-Verlag, 1917.) — 1.85 focus
Histoire de la Guerre du Péloponèse First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése, Vol. 1-2. Zévort, Marie Charles, translator. Paris: Charpentier, 1852.) — 1.85 focus
Histoire de la Guerre du Péloponnése First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése. Bétant, Élie-Ami, translator. Paris: Librairie de L. Hachette, 1863.) — 1.85 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides, Vol. 1-4. Smith, Charles Foster, translator. London and Cambridge, MA: Heinemann and Harvard University Press, 1919-1923.) — 1.85.1 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides. The history of the Peloponnesian War, Volume 1-2. Dale, Henry, translator. London: Heinemann and Henry G. Bohn, 1851-1852.) — 1.85.1 focus
Historia Belli Peloponnesiaci First1KGreek (Historia Belli Peloponnesiaci. Haase, Friedrich, translator. Paris: Firmin Didot, 1869.) — 1.85.1 focus
Vier Staatsreden aus Thucydides First1KGreek (Thucydides. Vier Staatsreden aus Thucydides. Gürsching, Heinrich, translator. Augsburg: Wirth, 1856.) — 1.85.1 focus
La storia di Tucidide First1KGreek (Thucydides. Della storia di Tucidide volgarizzata libri otto. Anonymous translator. Florence: Tipografia Galileiana, 1835.) — 1.85 focus

Notes on the current edition

History of the Peloponnesian War

1. u. dgl. Gemüthtbeengungen solcher Art in dieser Weise aufzufassen, fiel einem
Hellenen damaliger Zeit nicht ein, noch viel weniger, sie in solcher Breite dar,
zustellen. In LessingS Briefen mag man die bezeichnende Stelle hierüber auf»
fuchen. Zwar hat dergleichen auch eine gute Seite und ist einer der stärksten
Beweise der „Vertiefung der Empfindung", welche die Neueren vor
den Antiken allerdings voraushaben, und offene, zumal kunstvolle Darstellung
dieser tieferen Empfindung kann schließlich auch nur zum Guten führen; aber
man muß sich auch vergegenwärtigen, welche ungeheure Gefahr für daS zeitliche
Bestehen der Nation heraufbeschworen wird, wenn die Nation durch ihre Dichter
und Schriftsteller angeleitet würde, sich in ihrer Empfindung solcher Weichheit
hinzugeben, zumal wenn sie von Nationen umgeben ist, welchen man diese
Schwäche nicht vorwerfen kann. — Jeder Bürger damaliger hellenischer Städte
hatte sich zu vergegenwärtigen, daß zu aller Zeit seine Vaterstadt feindlichen
Angriffen ausgesetzt sei, und er selber Tag um Tag bereit sein müsse, für
dieselbe zu fechten und fechtend entweder zu sterben oder zu siegen; denn im Fall
seine Stadt genommen wurde, mußte er Weib und Kind in die Sklaverei
führen sehen und sich wehrlos vom Feinde abschlachten lassen; und nebenbei
harte er sich noch vorzusehen, daß die ganze politische Partei, welcher er
innerhalb seiner Vaterstadt angehörte, von ihrer Gegenpartei nicht um Hab und
Gut und Heimat oder auch uin'6 Leben gebracht werde, — Gründe genug,
um allzuweiche Empfindung nicht aufkommen und sie bei einem Andern
verächtlich erscheinen zu lassen. Unter solchen Umständen wird auch auf Wissen
und Bildung kein falscher Werth gelegt. Daß aber trotzdem großer Werth
darauf gelegt, und zur Förderung von Kunst und Wissenschaft von den
damaligen Hellenen so viel gethan wurde, zeigt eben die Größe des hellenischen
Geistes, dessen Tapferkeit durch seine Empfindung, sowie durch Liebe zum
Schönen und zum Wissen gar kein Eintrag geschah. — In unserer Stelle
weist der Spartaner die Eitelkeit der bereits etwas Überfeinerren Korinther
zurück. — „DeS Thukydides würdig ist der Gedanke, daß es nur Einen
tüchtigen Pädagogen gibt: das (herbe) Schicksal." (Kr.)
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