Waffen und Mannschaft ihnen überlegen sind und darum ihr Gebiet
heimsuchen und verheeren können. Aber sie haben noch viel anderes
Land, worüber sie Herr sind, und werden sich von der See aus
versorgen. Und wollten wir auch versuchen , ihre Bundesgenossen zum
Abfall zu bringen, so müssen wir auch diesen mit Schiffen zu Hilfe
kommen, denn sie sind meist Inselbewohner. Worin also soll unsere
Kriegführung bestehen? Gewiß ist: wenn wir nicht entweder mit der
Flotte obsiegen, oder ihnen ihre Einkünfte abschneiden, mit welchen sie
die Flotte in Stand halten, so werden wir es sein, die den meisten
Schaden haben. Und in diesem Fall wäre es nicht einmal mehr mit
der Ehre verträglich, die Sache beizulegen, zumal wir für die
eigentlichen Urheber des Friedensbruches gelten werden. Denn gebt euch
ja nicht der Hoffnung hin, daß der Krieg schnell beendigt sein wird,
wenn wir nur ihr Gebiet verwüstet haben! Ich fürchte vielmehr, daß
wir ihn noch auf unsere Kinder vererben werden; so gewiß ist mir es,
daß die Athener in ihrem Stolz weder ihrem Land zu lieb sich uns
beugen werden, noch auch wie Neulinge durch den Krieg sich schrecken
lassen."
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.