Thucydides History of the Peloponnesian War 1.25

Adolf Wahrmund (Translator)

History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.

Sponsored by University of Leipzig.

Funding provided by European Social Fund Saxony.

Current edition First1KGreek

Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (German) (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Wahrmund, Adolf, translator. Stuttgart: Krais and Hoffmann, 1864.)

Editions (1)
Ἱστορίαι Perseus (Thucydides. Historiae, Vol 1-2. Jones, Henry Stuart, editor. Oxford: Oxford University Press, 1910. (1942 printing).) — 1.25.1 focus
Translations (9)
The History of the Grecian War Perseus (Thucydides. The English works of Thomas Hobbes of Malmesbury. Hobbes, Thomas. translator. London: John Bohn, 1843.) — 1.25.1 focus
History of the Peloponnesian War Perseus (Thucydides. History of the Peloponnesian War. Crawley, Richard, translator. London and Toronto: J. M. Dent and Sons Ltd.; New York: E. P. Dutton and Co., 1914.) — 1.25.1 focus
Geschichte des Peloponnesischen Kriegs First1KGreek (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Braun, Theodor, translator. Leipzig: Insel-Verlag, 1917.) — 1.25 focus
Histoire de la Guerre du Péloponèse First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése, Vol. 1-2. Zévort, Marie Charles, translator. Paris: Charpentier, 1852.) — 1.25 focus
Histoire de la Guerre du Péloponnése First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése. Bétant, Élie-Ami, translator. Paris: Librairie de L. Hachette, 1863.) — 1.25 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides, Vol. 1-4. Smith, Charles Foster, translator. London and Cambridge, MA: Heinemann and Harvard University Press, 1919-1923.) — 1.25.1 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides. The history of the Peloponnesian War, Volume 1-2. Dale, Henry, translator. London: Heinemann and Henry G. Bohn, 1851-1852.) — 1.25.1 focus
Historia Belli Peloponnesiaci First1KGreek (Historia Belli Peloponnesiaci. Haase, Friedrich, translator. Paris: Firmin Didot, 1869.) — 1.25.1 focus
La storia di Tucidide First1KGreek (Thucydides. Della storia di Tucidide volgarizzata libri otto. Anonymous translator. Florence: Tipografia Galileiana, 1835.) — 1.25 focus

Notes on the current edition

History of the Peloponnesian War

1. als Adel. Unter diesen war wiederum die Heraklidensamilie der Bakchiaden die
mächtigste. Aus ihr wurden die Prytanen, d. i. leitende Magistrate, alljährlich
gewählt und zugleich die Anführer auswandernder Kolonisten. Eine ihrer
ältesten Kolonien war Kerkyra (bei Homer Scheria und Sitz der Phäaken,
sonst auch ihrer sichelförmigen Gestalt wegen Drepane genannt, jetzt Korsu),
ausgesandt um 7 00 v. Chr. unter Anführung des Bakchiaden Chresikrates.
Die Auswandernden nahmen zugleich das heilige Feuer aus dem Prytaneum
der Hauptstadt mit, wodurch vorzüglich diese zur eigentlichen Mutterstadt
wurde. Wenn nun ein Staat wie Kerkyra seinerseits wieder Kolonien
aussandte, so erbat er sich dazu aus seiner Mutterstadt einen Anführer, und so
wird hier der Bakchiade Phalios aus Korinth als Gründer der Kerkyräischen
Pflanzstadt Epidamnos (627 v. Chr.) genannt.
2. Vgl. III. 7 5.
3. Thukydides I.
4. 3
5. 68) Um das I. 650 v. Chr. verdrängte in Korinth Kypfelos, ein Nicht-
dorier, aber mütterlicher Seits mit den Bakchiaden verwandt, mit Hilfe der
unteren Stände den alten dorischen Adel und machte sich selbst zum Tyrannen
(Anm. 50*). Ihm folgte sein Sohn Periander und diesem sein Sohn
Pfammetichos, welcher durch die Lakedämonier gestürzt wurde. Diese Kypseliben hatten sich
vorzüglich am jonischen Meere auszubreiten gesucht und auch mit den
festländischen Barbaren Verbindungen angeknüpft, wodurch sie in Zwist mit Kerkyra
geriethen, welches sich schon frühzeitig in denselben Gewässern zum Nebenbuhler
Korinths aufgeworfen hatte. Der Krieg mit Periander ist oben schon erwähnt
(?lnm. 42). Dessen Nachfolger unterivars die Insel wieder förmlich, bis sie sich
zum zweiten Male los-riß und, indem sie von nun an in offener Feindseligkeit
gegen Korinth handelte, dessen Macht bedeutend schwächte.
6. Die Kolonien befanden sich in keiner anderen Abhängigkeit vom Mutter-
staate , als daß sie sich mit demselben als blutsverwandt zu betrachten und ihm
die Ehrerbietung zu erweisen hatten, welche den Vätern ihre Nachkommen schulden.
Sie hatten dieselben Gottheiten und Kulte, dieselben Embleme auf ihren Münzen
u. dgl. Gesandten und anderen Bürgern der Mutterstadt wurden bei feierlichen
Gelegenheiten Ehrenplätze angewiesen, und die hauptsähclichsten Feste des Mutter-
staates wurden durch Gesandtschaften mit Festgaben beschickt. Die Kerkyräer, welche
sich überhaupt durch Brutalität und betrügerischen Geist unbeliebt gemacht hatten,
vernachlässigten den Korinthern gegenüber diese Aufmerksamkeiten. Diodor XII, 30
erwähnt als Grund des Hasses, daß sie der Mutterstadt die üblichen Opferthiere
nicht geschickt. — Wie konnten aber die Kerkyräer den Korinthern z. B. den
Vorsitz bei den Jsthmien verweigern? Eher ließe sich dies aus Festspiele beziehen,
die zu Kerkyra gefeiert wurden (Poppo). Besonders ist wohl an Theoren
(gottesdienstl. Sendboten) zu denken, welche die Kerkyräer nicht zu Korinthischen Festen
gesandt- vgl. VI, s. (Kr.) — Vortritt bei den Opfern; es heißt
eigentlich: sie theilten nicht einem Korinther die Erstlinge des Opfers zu, damit er sie
auf dem Altar den Göttern verbrenne. (Kr.)