Thucydides History of the Peloponnesian War 1.146

Adolf Wahrmund (Translator)

History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.

Sponsored by University of Leipzig.

Funding provided by European Social Fund Saxony.

Current edition First1KGreek

Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (German) (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Wahrmund, Adolf, translator. Stuttgart: Krais and Hoffmann, 1864.)

Editions (1)
Ἱστορίαι Perseus (Thucydides. Historiae, Vol 1-2. Jones, Henry Stuart, editor. Oxford: Oxford University Press, 1910. (1942 printing).) — 1.146.1 focus
Translations (10)
The History of the Grecian War Perseus (Thucydides. The English works of Thomas Hobbes of Malmesbury. Hobbes, Thomas. translator. London: John Bohn, 1843.) — 1.146.1 focus
History of the Peloponnesian War Perseus (Thucydides. History of the Peloponnesian War. Crawley, Richard, translator. London and Toronto: J. M. Dent and Sons Ltd.; New York: E. P. Dutton and Co., 1914.) — 1.146.1 focus
Geschichte des Peloponnesischen Kriegs First1KGreek (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Braun, Theodor, translator. Leipzig: Insel-Verlag, 1917.) — 1.146 focus
Histoire de la Guerre du Péloponèse First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése, Vol. 1-2. Zévort, Marie Charles, translator. Paris: Charpentier, 1852.) — 1.146 focus
Histoire de la Guerre du Péloponnése First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése. Bétant, Élie-Ami, translator. Paris: Librairie de L. Hachette, 1863.) — 1.146 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides, Vol. 1-4. Smith, Charles Foster, translator. London and Cambridge, MA: Heinemann and Harvard University Press, 1919-1923.) — 1.146.1 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides. The history of the Peloponnesian War, Volume 1-2. Dale, Henry, translator. London: Heinemann and Henry G. Bohn, 1851-1852.) — 1.146.1 focus
Historia Belli Peloponnesiaci First1KGreek (Historia Belli Peloponnesiaci. Haase, Friedrich, translator. Paris: Firmin Didot, 1869.) — 1.146.1 focus
Vier Staatsreden aus Thucydides First1KGreek (Thucydides. Vier Staatsreden aus Thucydides. Gürsching, Heinrich, translator. Augsburg: Wirth, 1856.) — 1.85.1 focus
La storia di Tucidide First1KGreek (Thucydides. Della storia di Tucidide volgarizzata libri otto. Anonymous translator. Florence: Tipografia Galileiana, 1835.) — 1.146 focus

Notes on the current edition

History of the Peloponnesian War

1. 231) Perikles predigt hier den Satz: Et gibt nur Eine Form des
Krieges, welche Erfolg verspricht: die Offensive. Selbst die Defensive muß
offensive Form annehmen.
2. 232) Ehrengrundsatz) Eigentlich aber lautet das Gesetz, daß jede Macht
entweder zu- oder abnehmen muß. Stillstand gibt es nie und nirgends. Deß»
halb nannten sich auch die deutschen Kaiser: allzeit Mehrer des Reichs.
3. 233) Denn Melesippos II, 12 war nur ein Herold. (Poppo.)
4. 234) Die großartige Auffassung, mit der Thut, die Ursachen des Kriegs
entwickelt, war natürlich nicht Sache aller Gleichzeitigen; eine kleinlich
pragmatisirende Verknüpfung kleiner Ursachen und großer Wirkungen ist immer der
Mehrzahl eigenthümlich. Eine solche Auffassung der Ereignisse, welche den
5. pelop. Krieg herbeiführten, legt Aristophanes cAcharner V. SVS ff.) einem
Bauern in den Mund: ^
— Die Sparter'Hass' ich, — mag Poseidon,
Ihr Gott auf Tainaron, mit einem Erdstoß
Die Häuser allen auf die Kopfe schmettern!
Auch meine Neben haben sie verwüstet.
Indeß, warum — ich rede hier vor Freunden —
Verklagen wir die Sparter ganz allein?
In unsrer Mitte, Bürger — nicht das Volk,
Bei Leibe, nein, ich meine nicht das Volk —
Hier, sag' ich, gab es Bursche — schlechte Münze,
Verrufnes Lunipengeld, hier eingeschwärzt:
Durchschnüffelt haben die dcn Megarern
Die Jacken: wo sie eine Gurke sahn,
Ein Häschen, Ferkel. Knoblauch oder Salz,
Gleich war'S „aus Megara!" und konflscirt-
Doch das sind Bettelei'n und hier nichts Neues.
Nun stahlen junge Bursche, die zu viel
Getröpfelt, die Simaitha weg, die Metze,
Aus Megara; in brünstigem Knoblauchschmerz
Entführten drauf die Megarer zwei Huren ,
Aspasiens. So brach das Kriegsgewitter
Denn loS in Hellas, dreier Metzen wegen.
PerikleS, der Olympier, warf im Zorn
Mit Blitz und Donner Hellas durcheinander,
Erließ Edikte, ganz im Skolienstil,
Und schloß die Megarer von Land und Meer,
Bon allen Märkten, allen Häfen aus.
Die Megarer verspürten endlich Hunger
Und suchten Hilf in Sparta wider dies
Verbot, erlassen dreier Metzen wegen.
Man bat uns oft, allein wir hörten nicht.
Kein Wunder, gab'S am Ende Schildgerassel.
Mit Unrecht! sagt ihr. — Nun, was war denn Recht?
Gesetzt, ein Sparter hätte, kreuzend um
Seriphos, dort ein MbpSchen aufgefangen
Und konfiScirt, — sagt an: bliebt ihr zu HauS?
Ja, schon! dreihundert Schiffe stächen flugS
Jn'S Meer, und welch' Getümmel in der Stadt!
Matrosen und Soldaten, HauptmannSwahlen!
6. Also: Einige angetrunkene Athenische Bursche entführen eine Dirne aus
Megara; dafür stehlen einige Megarer zwei Hetären der Aspasia, von der
erzählt wird, daß sie ein Bordell hielt; diese benützt ihren Einfluß auf Peri« '
kleS, der nun den Megarern den Athen. Markt verbietet; die Megarer klagen
darüber in Sparta; die Spartaner nehmen sich der Sache an und lassen zu
Athen Beschwerde führen; man erhitzt sich gegenseitig, kein Theil will
nachgeben, und der Krieg ist fertig. — Vgl. auch Diodor XII, Z8 ff.